Rosny Hill und MONA

G‘Day Mates! Heute werdet ihr etwas über den Rosny Hill Lookout und das MONA (was das überhaupt ist, wisst ihr wenn ihr weiterlest) erfahren. Fangen wir also am Freitag an: Der Tag beginnt entspannt mit ein bisschen Pool, Netflix und Essen. Wir wollen aber nicht den ganzen Tag nur faulenzen also überlegen wir uns unseren ersten Sonnenuntergang in Australien zu beobachten. Recht schnell legen wir uns mit dem Rosny Hill Lookout auch auf eine Location fest. Bisher haben wir vor allem auf die andere Seite von Greater Hobart blicken können, z.B. als wir auf dem Mount Nelson waren oder zu den botanischen Gärten gegangen sind. Wir wollten also ohnehin mal auf die andere Seite des Derwent Rivers und von dort auf unseren Wohnort schauen. Nach einer schnellen Google Suche wird der Rosny Hill Lookout als gute Aussichtsplattform gefunden. Trotz der eher schlechten Voraussetzungen durch den stark bewölkten Himmel setzen wir uns in den Bus und machen uns auf den Weg nach Rosny. An der Bushaltestelle in Hobart haben wir noch kurz überlegt, ob wir nicht doch auf den gegenüberliegenden Street Food Markt gehen sollen, aber wir hatten zuvor schon gegessen, so dass wir uns an den Plan halten und den Markt ein andern mal besuchen. Nach etwa 10 Minuten Fußweg von der Haltestelle zum Lookout fällt uns auf, dass es vielleicht nicht der ideale Ort ist, um einen Sonnenuntergang zu genießen, denn der Mount Wellington steht im Weg. Dennoch kann man eine schöne Verfärbung des Himmels beobachten und ein paar Fotos machen, also kein verlorener Tag.

Auch von hier kann man die Tasman Bridge sehen

Weil es Freitag ist fahren auch noch zu späterer Stunde Busse zurück und wir kommen gegen halb 10 zurück zum Hostel. Dadurch bleibt uns genug Zeit neue Kraft zu tanken für den Ausflug am Samstag. Um 10 Uhr treffen wir uns mit den anderen neuen Studierenden der UTAS, die auch den kostenfreien Ausflug gebucht haben. Organisiert wird der Trip zum Mona und zum Wildlife Sanctuary über UTAS Life, einer Organisation aus Studierenden, die in etwa mit dem Asta in Deutschland zu vergleichen ist. Nachdem alles organisatorische erledigt wurde, fährt der Bus los und nach etwa 15 Minuten Fahrt über die Tasman Bridge und vorbei an Weinreben, denn das Museum befindet sich auf dem Gelände des Moorilla Weinguts, kommen wir beim ersten Ausflugsziel an: Dem Museum of Old and New Art, kurz: MONA. Es ist das größte Museum der südlichen Hemisphäre, welches privat finanziert wird und eines der größten Touristenattraktionen Hobarts. Wie der Name vermuten lässt, gibt es hier eine bunte Mischung an Kunstwerken verschiedener Epochen, die allesamt aus der Sammlung des Besitzers David Walsh stammen. Über die Vielzahl und Verschiedenheit der Kunstwerke kann man staunen, grübeln, lachen aber auch verwirrt oder gar entsetzt sein. Beim Eingang wird man direkt von einer Art Wasserfall begrüßt, der einzelne, unzusammenhängende Wörter bildet. Ein Beispiel im Bild:

Der Wasserfall bildet das Wort Australian

Ich fand besonders ein Gerät, dass Windströmungen überträgt und mit Hilfe eines Stiftes auf Papier bringt interessant. Die Installation ist vom Künstler Cameron Robbins und heißt Field Lines. Dabei kommen dann solche Kunstwerke heraus:

Durch Windströmungen erschaffen

Das Snake Wandgemälde von Sidney Nolan ist mir auch in Erinnerung geblieben. 1620 kleine Bilder ergeben hier zusammengefügt eine Schlange.

Schlange aus kleinen Bildern

Besonders bizarr fand ich einen Menschen, dessen Tattoos ein Kunstwerk darstellten. Der Mensch saß dabei einfach regungslos den ganzen Tag auf seiner Plattform. Natürlich gab es noch viele andere Sachen, aber jetzt von allen zu berichten würde, wie man gerne in Hausarbeiten schreibt, den Rahmen sprengen. Außerhalb des Museums kann man noch auf den Derwent River schauen.

Aussicht vor dem Museum

Ursprünglich sollte dieser Beitrag den Titel Kunst, Känguru und Kunanyi tragen, aber durch die fortgeschrittene Länge könnt ihr im nächsten Beitrag über die Kängurus und den Kunanyi/Mount Wellington lesen.
Diesen Beitrag widme ich Nicola, denn wegen ihrer Hausarbeit hat er sich verspätet.

2 Antworten auf „Rosny Hill und MONA“

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